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Am Mittwoch, 8. Februar präsentierten Schüler des Berufskollegs Schloß Neuhaus im Forum vor über 200 Zuhörern mit einem Vortrag ihre Erfahrungen und Empfindungen während des Besuchs der Gedenkstätte Auschwitz.

Bereits zum fünften Mal machte sich eine Gruppe des Neuhäuser Berufskollegs im November 2016 auf den Weg nach Krakau und Auschwitz, um mehr über das Schicksal der dort ermordeten Juden zu erfahren. Der stellvertretende Schulleiter Norbert Damke unterstrich in Anlehnung an den spanisch-amerikanischen Philosophen George Santayana die Bedeutung dieses speziellen Angebots des Berufskollegs im Hinblick auf die Persönlichkeitsbildung der Schüler: „Es ist Auftrag jedes Einzelnen als Mensch darüber nachzudenken, was man dafür tun kann, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.“

Zu den Gästen der Projektpräsentation zählte auch Monika Schrader-Bewermeier, die Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Sie würdigte die Anstrengungen der Teilnehmer der Studienfahrt dahingehend, dass es nicht selbstverständlich sei, sich den hohen psychischen und physischen Anforderungen dieser Fahrt zu stellen und dafür auf Freizeit an gemütlicheren Orten zu verzichten. Aus der Konfrontation mit den Verirrungen einer Gesellschaft müsse aus dem Schrecken ein Handeln erfolgen, da jeder Einzelne dafür verantwortlich sei, in welcher Gesellschaft man leben wolle.

Die Organisatoren der Fahrt, Thomas Albers und Holger Pletsch, würdigten ebenfalls aus-drücklich das Engagement der Schüler im Vorfeld, während und nach der Fahrt und machten klar, dass sich die Studienfahrt nach Auschwitz als obligatorisch verstehe und man sich auch in diesem Jahr wieder auf den Weg machen werde. Zudem bedankten sie sich für die Unterstützung durch die Bethe-Stiftung und das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) sowie den Förderverein der Schule.

Die über 200 Zuschauer der Präsentation, überwiegend Schüler aus den Unterstufenklassen des Berufskollegs, verfolgten die teils sehr emotionalen Schilderungen ihrer Mitschüler mit großem Interesse. Immer wieder äußerten die Teilnehmer auch ihr Entsetzen über das Ausmaß der Todesfabrik Auschwitz und der Gräueltaten des Holocaust.

Schülersprecherin Theresa-Marie Schnitz, selbst Teilnehmerin der Fahrt, betonte die Wichtig-keit, dem Vergessen entgegenzuwirken, gegen Rassismus einzutreten und die Bereitschaft jedes Einzelnen, etwas für das friedliche Miteinander in unserer Gesellschaft zu tun. Sie empfahl daher allen Schülern, sich genau über die Ziele der Parteien zu informieren, die man in diesem Jahr wählen wolle.

Auf dem Foto von links nach rechts stellvertretend für alle Teilnehmenden Felix Westerhorstmann, Lennard Klein, Schülersprecherin Theresa-Marie Schnitz, Fynn Klatte, Vorstandsvorsitzende der GCJZ Monika Schrader-Bewermeier, die Organisatoren Holger Pletsch und Thomas Albers, stellvertretender Schulleiter Norbert Damke.

Infos von Holger Pletsch und Thomas Albers

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