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18 Schüler des Berufskollegs Schloß Neuhaus machten sich Anfang November auf die Reise nach Polen und begaben sich vor Ort unter anderem auf die Spuren der Paderborner Familie Kosses. Die Familie Kosses wurde aufgrund ihres jüdischen Glaubens von den Nazis verfolgt, die Eltern Bertha und Albert sowie die jüngste Tochter Hanny wurden zunächst nach Theresienstadt deportiert und anschließend nach Auschwitz verlegt und dort ermordet. Die Geschwister Hilde und Lotte überlebten nur knapp durch Emigration nach England und Palästina im Jahr 1939. Der älteste Sohn Hans überlebte zwei Jahre im Konzentrationslager Auschwitz bevor er 1944 nach Mauthausen verlegt und dort später von den Amerikanern befreit wurde. Neben den Gedenkstätten des Konzentrationslagers Auschwitz I und des Vernichtungslagers Birkenau besuchte die Schülergruppe mit ihren Lehrern Thomas Albers und Holger Pletsch auch das jüdische Zentrum in Oswiecim, das ehemalige Ghetto im jüdischen Viertel Kazimiersz sowie das Museum Oskar Schindler und die Remuh-Synagoge in Krakau. Ein Workshop in der Gedenkstätte zum Schicksal der Kinder und Jugendlichen in Auschwitz und ein Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Frau Lidia Maksimovic rundeten das Programm dieser Studienfahrt ab und sorgten für nachhaltige Eindrücke bei allen Teilnehmenden. Gefördert wurde die fünftägige Studienfahrt durch die Bethe-Stiftung, die seit 2010 Schulfahrten zu polnischen Gedenkstätten unterstützt. Die Ergebnisse ihrer Recherche zur Familie Kosses und ihre Eindrücke und Emotionen während der Studienfahrt schildern die Schüler im Februar 2018 im Rahmen einer Projektpräsentation im Forum des Berufskollegs.

Infos von Holger Pletsch

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