Ein Stück mehr Sicherheit - Verkehrserziehung für Schülerinnen und Schüler der Internationalen Klassen

Auch in diesem Jahr fand am 2. und 3. Juli unter dem Motto „Integration durch Mobilität“ ein Verkehrserziehungsprojekt für die Internationalen Klassen des BKSN statt. Schirmherr des Projekts ist die Bürgerstiftung Paderborn, die mit Fahrradsammelaktionen und ähnlichen Projekten nun schon seit Jahren aktiv daran arbeitet, jungen Geflüchteten zu mehr Mobilität zu verhelfen, um so eine bessere Integration zu gewährleisten. Beim diesjährigen Projekt erwarben die BKSN-Schüler sowohl theoretisches als auch praktisches Wissen zu den Themen Fahrrad, Verkehr und Erste Hilfe. Bevor es auf die Räder ging, erläuterte Herr Schnitz von der Polizeidienststelle Paderborn den 24 und Schülern in einer Einführung die deutschen Verkehrsregeln. Laut Herrn Schnitz sei dieses besonders wichtig, da vielen Geflüchteten Regeln dieser Art aus ihren Heimatländern gar nicht bekannt seien. So seien zahlreiche Unfälle, an denen Fahrradfahrer beteiligt sind, gerade auf Unwissenheit zurückzuführen. Weitere Unterstützung für das Projekt bekam das Neuhäuser Berufskolleg von der Radstation Paderborn, die den Schülern wertvolle Tipps in Sachen Fahrradreparatur gab. Eine Einführung in Erste Hilfe wurde vom Malteser-Hilfsdienst gegeben. Am zweiten Tag ging es endlich auf die Räder. Herr Schnitz ermunterte die Schüler, das zuvor erworbene Wissen über Verkehrsregeln und –schilder in die Tat umzusetzen. Zum Abschluss des Workshops konnten beide Klassen ihr Wissen und Können in einer Rallye unter Beweis stellen. Diese griff theoretische und praktische Elemente des Workshops auf und wurde von der BF17b organisiert. Von Schülerseite gab es zu den Projekttagen ein positives Feedback. Eine Schülerin aus Eritrea erklärte dazu: „Ich habe zwar ein Fahrrad und kann eigentlich auch ganz gut fahren. Ich habe mich aber nie getraut, auf der Straße zu fahren. Ich kannte die Regeln nicht.“Jetzt“, so sagt sie, „fühle sie sich sicher genug, um auch mal den Weg in die Stadt in Angriff zu nehmen. „Das Projekt selbst bildet einen gelungenen Abschluss einer weiteren, schulinternen Aktion. Nach dem letzten Durchgang vor zwei Jahren resümierte BKSN-Lehrer Volker Pässler, dass das Projekt durchaus sinnvoll sei, aber zwei Tage im Jahr nicht ausreichten, um eine wirkliche Fahrsicherheit zu erlangen. Aufgrund einer von ihm ins Leben gerufenen Sammelaktion, verfügt das BKSN nun über 17 eigene, verkehrssichere Fahrräder. So war es möglich, das Thema Verkehrserziehung in den laufenden Unterricht einzubetten und somit die Integration unserer Schüler nachhaltig zu unterstützen.

Infos von Carina Herr.

Fünf Schüler der Hu17b waren letzte Woche auf der Vocatium in Bielefeld und haben die Aderk - Übungsfirma des BKSN vertreten. Die Vocatium ist eine Fachmesse für Ausbildung und Studium, aus der qualifizierte Kontakte zwischen Schülern und Ausstellern entstehen sollen. Vor Ort wurden dann persönliche Gespräche mit u.a. Bertelsmann Careers, Carolinen und auch CLAAS geführt. Die Messe war gut besucht und insgesamt nahmen 109 Aussteller teil. Darunter Ausbildungsbetriebe, Beratungsinstitutionen, Hochschulen und Akademien/Fachschulen. Aus diesen Gesprächen konnten die Schüler viele hilfreiche Informationen für ihre zukünftige Berufswahl mitnehmen. Zusätzlich konnten Infos über Alternativen zur Ausbildung, wie z.B. ein Auslandsjahr oder ein Studium, eingeholt werden. Prädikat des Besuchs: Empfehlenswert!

Infos von der AderK GmbH. ;-)

Mediengestütztes Erinnern – Das Berufskolleg Schloß Neuhaus, die Bildungsstätte Haus Neuland, die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K Senne) und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. schließen eine Bildungspartnerschaft

In jährlichen Projekttagen setzen sich Schüler des Berufskolleg Schloß Neuhaus intensiv mit dem ehemaligen Kriegsgefangenlager Stalag 326 (VI K Senne) und dem anliegenden Ehren-friedhof auseinander. Ihnen soll durch einen medienpädagogischen und einzelbiografischen Ansatz die Möglichkeit geboten werden, einen persönlichen Bezug zu dem außerschulischen Lernort in Stukenbrock aufzubauen.

Im Zentrum der Projekte steht ein ‚Digital Storytelling‘ als Form der Vermittlung von eigenen Gedanken und historischen Inhalten. So soll eine Voraussetzung für ein Erinnern geschaffen, in dem die unterschiedlichen Eindrücke und Gewichtungen Jugendlichen Raum haben.

Das Stalag 326 in der Senne war eins der größten deutschen Kriegsgefangenenlager. Die hygienischen Zustände waren verheerend und zehntausende teils sehr junge Menschen über-lebten die Haft nicht. In der durch das Schulministerium NRW geförderten Bildungs-partnerschaft wird die fachliche Expertise der Dokumentationsstätte und des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit der Medienkompetenz der Bielefelder Jugendbildungsstätte Haus Neuland verbunden. „Das ist eine ideale Grundlage für die pädagogische Arbeit an einem so herausfordernden Thema“, ist sich BKSN-Schulleiter Matthias Groß sicher.

Informationen zum Foto:

Die vier Partner freuen sich über die vielversprechende Partnerschaft:

Im Bild, von links nach rechts:

Hanna Hittmeyer, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., BKSN-Schulleiter Matthias Große, Ina Nottebohm, Geschäftsführerin Haus Neuland und Victoria Evers, Gedenkstätte Stalag 326

Serdar spannt ganz langsam den Bogen und visiert konzentriert das 20 Meter entfernte Ziel im Haxterpark an. Aram und Manuel jonglieren artistisch die Fußballmurmel durch die Hallenluft und zeigen herrliche Torabschlüsse. Steffi und Meryem radeln durch die Natur und sind überrascht von der Vielfalt der Landesgartenschau in Bad Lippspringe. Ein Mix aus Schülern der Höheren Handelsschule und Handelsschule weilt währenddessen in der Hermann-Schmidt-Schule und kocht zum Thema „Gesunde Ernährung, andere wiederum werden von den Uni Baskets Paderborn supportet und finden sich in einem coolen Basketball-Kurs in der Maspernhalle wieder.

Was sich anhört wie ein spannendes Wochenende mit Kultur, Sport und viel Spaß war in Wirklichkeit nur ein Teil des heutigen Workshop-Tags am Berufskolleg Schloß Neuhaus. In von zahlreichen Lehrkräften des BKSN angebotenen Workshops ist einiges geboten worden.
Etwa 200 Schüler waren begeisterte Teilnehmer der zahlreichen Angebote und freuen sich auf eine Wiederholung im kommenden Schuljahr. Ein herzlicher Dank geht auch an die externen Unterstützer.

Ab Herbst 2018 können Steuerfachangestellte, die Ihre Ausbildung am Berufskolleg Schloß Neuhaus abgeschlossen haben, an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Paderborn den dualen Studiengang Wirtschaftsrecht studieren und bekommen Leistungen aus ihrer Ausbildung anerkannt.

Ausgewählte, in der Ausbildung am Berufskolleg Schloß Neuhaus erworbene Kompetenzen aus den Bereichen Rechnungswesen und Steuerrecht werden für das Studium angerechnet. „Wir bieten unseren Absolventen eine interessante Anschlussperspektive und möchten sie ermuntern, auch den Weg in eine akademische Ausbildung zu gehen“, so Schulleiter Oberstudiendirektor Matthias Groß.

Die FHDW bietet seit acht Jahren den dualen Studiengang „Wirtschaftsrecht mit der Spezialisierung Steuerrecht und Bilanzierung“ an. Bei diesem Studiengang wechselt der Lernort alle drei Monate zwischen Hochschule und Praxisunternehmen. Die Praxisunternehmen sind Steuerkanzleien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Region Ostwestfalen. Der Studiengang wird am Standort in Paderborn durchgeführt. Über die beruflichen Perspektiven erzählt Prof. Nieland: „Ziel des Studiengangs ist eine Berufstätigkeit als Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer. Viele unserer Absolventen bleiben in ihren Ausbildungsbetrieben. Das ist für die Unternehmen/Chefs insbesondere dann spannend, wenn sie eine Nachfolge suchen“.

Infos von Matthias Groß

Im Rahmen des Förderprogramms ERASMUS+ absolvierten vergangenen Monat sechs Auszubildende des Bildungsgangs Kaufleute für Büromanagement ihre Praktika in Zielona Góra/Polen.

„Das Praktikum hat mich in meiner persönlichen Entwicklung weitergebracht. Ich bin froh, dass ich an dem Programm teilgenommen habe, um mich weiter zu entwickeln.“ (Michelle Zimmermann, BK 16a)

Mit ERASMUS+ möchte die Europäische Union vor allem junge Leute motivieren, durch den Erwerb interkultureller Kompetenzen fit für den Arbeitsmarkt zu werden. Auch das Berufskolleg Schloß Neuhaus unterstützt Auslandspraktika und möchte so die beruflichen, personalen, sozialen und fremdsprachlichen Kompetenzen seiner Auszubildenden stärken, sie für die Anforderungen des (europäischen) Arbeitsmarktes stark und damit die duale Ausbildung attraktiver machen.

„Das Praktikum in Polen war für mich privat und in beruflicher Hinsicht sehr wertvoll. Drei Wochen nur englischsprachig gearbeitet zu haben, lässt mich jetzt noch flüssiger sprechen, besonders in der Arbeit.“ (Ricarda Schulte, BK 16a)

Neben den Praktika, die die Schülerinnen u.a. in der Stadt-, der Kreisverwaltung, einem deutsch-polnischen Touristikzentrum und einem Betrieb für Baumaschinen absolviert hatten, nahmen sie an Aktivitäten teil, die von der polnischen Partnerschule, dem Zespół Szkół Ekonomicznych in Zielona Góra und von den Praktikumsbetrieben organisiert und begleitet wurden (u.a. Besichtigung von Sehenswürdigkeiten, Wochenendausflug nach Breslau, gemeinsame Essen mit polnischen Schülern und Arbeitskollegen).

„Über Polen kann ich sagen, dass ich sehr positiv überrascht war. Die Leute dort sind sehr nett und herzlich, ich habe mich sehr wohl gefühlt. Ich kann es jedem nur empfehlen, ein Auslandspraktikum zu machen. Ich habe viel dazu gelernt und andere Ansichten über das Land und das Leben dort bekommen.“ (Marlen Bernemann, BK 16a)

Für die Evaluierung und Bestätigung ihrer Auslandspraktika und -aufenthalte fertigten die Auszubildenden Praktikumsberichte und Powerpoint-Präsentationen an, die den Mitschülern und den betrieblichen Ausbilderinnen und Ausbildern gezeigt werden.

Die sechs Auszubildenden bekamen nach Abschluss ihrer Praktika den Europass Mobilität. Es ist ein europaweit anerkanntes Dokument, das die während der Auslandspraktika erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen ausweist und bei zukünftigen Bewerbungen im Inland als auch für das Arbeiten und Leben in ganz Europa vom großen Nutzen ist.

„Ich bin auf jeden Fall begeistert von der Schulkooperation und dem Deutsch-Polnischen Zentrum für Touristische Förderung und Information, in dem ich arbeiten durfte. Daher freue ich mich schon auf ein Wiedersehen im September.“ (Nadine Vieth, BK 16c)

 

Infos von Dr. Ursula Olschewski

Back to Top